SPD-Lob für Helfer und Verwaltung

Wildeshausen – Der Ansturm der Flüchtlinge stellt auch den Landkreis Oldenburg vor große Probleme, aber sie werden gemeistert. Deshalb lobt die SPD-Fraktion im Kreistag die Arbeit von Kreisverwaltung und vielen freiwilligen Helfern. „Wir können diesem motivierten Team im Kreishaus und den vielen ehrenamtlich tätigen Helfern einfach nur Danke sagen“, erklärte Kreistagsvorsitzender Helmut Hinrichs während einer Sitzung der Fraktion.

 

„Die Flüchtlinge sind Menschen, die nicht aus Jux und Dollerei hier sind. Wenn es den Menschen dort gut ginge, würden sie gerne in Syrien oder wo auch immer bleiben. So wie wir in Deutschland“, sagte Hinrichs. Zuvor hatte Landrat Carsten Harings über die „Riesenherausforderung“ berichtet, Amtshilfe für das Land zu leisten und eine Erstaufnahme auf die Beine zu stellen. Der Krisenstab beim Landkreis umfasse 20 Leute und sei praktisch rund um die Uhr im Einsatz.

„Das Problem ist die schiere Menge, die Kreisverwaltung arbeitet am Anschlag“, zollte auch Fraktionsvorsitzender Detlef Sonnenberg  den Mitarbeitern und Helfern seine Hochachtung. „Die Menschen sind toll versorgt worden“, beschrieb Kerstin Schnitker-Jebing ihren Eindruck von der jüngsten Ankunft der Flüchtlinge in Wildeshausen.

 Mahvash Gharib aus Sandkrug, die zu den vielen Helfern gehört, berichtete in der Fraktion über traumatisierte Menschen. Man müsse den Flüchtlingen sagen, was mit ihnen geschehe, welche Schritte vorgesehen seien. Kommunikation  sei besonders wichtig. Ähnliche Erfahrungen hat Saskia Kamp (Harpstedt) gemacht. „Die Menschen sind bei der Flucht sozusagen in voller Fahrt und werden dann bei der Erstaufnahme gebremst. Man muss sie entschleunigen und ihnen sagen dass sie hier sicher sind“, beschrieb sie die Situation der Menschen, die in Wildeshausen registriert und medizinisch untersucht werden, weil die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes  nicht mehr ausreichen.

Das Land wolle Zeit gewinnen, um weitere Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen. Deshalb seien die Landkreise um Amtshilfe gebeten worden, erklärte der Landrat. Nach dessen Ausführungen fühlte sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Franz Duin „gut informiert“. Er plädierte dafür, die Helfer zu unterstützen und sich im Einsatz für die Flüchtlinge einig zu sein. Scharfe Kritik übte er daran, dass einige Politiker – auch im Landkreis Oldenburg – die Not der Flüchtlinge dazu nutzten, politisches Kapital daraus zu schlagen.

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.