Kein Schnellschuss bei „Gelber Tonne“

Die SPD-Fraktion im Landkreis Oldenburg plädiert in der Debatte zur Einführung einer gelben Wertstofftonne als Ersatz für die „Gelben Säcke“ dafür, die Entwicklung zu beobachten, aber das bisherige System beizubehalten. „Eine Einführung würde den Landkreis rund 300000 Euro im Jahr kosten und damit die Bürger über die Müllgebühren stärker belasten“, nannte Franz Duin in der jüngsten Fraktionssitzung einen wesentlichen Grund für die abwartende Haltung der Sozialdemokraten. Außerdem laufe der Vertrag mit dem Grünen Punkt, der die Verpackungsabfälle zwar in Abstimmung mit dem Landkreis, aber letztlich in eigener Regie sammelt,  noch bis Ende 2017. In dieser Zeit kann es aus rechtlichen Gründen keine Änderung in der Abfuhr geben.

Außerdem, so Fraktionsvorsitzender Detlef Sonnenberg, werde auf Bundesebene an einem neuen Wertstoffgesetz gearbeitet, das möglicherweise ganz neue Rahmenbedingungen und Verfahren für die Wertstoffsammlung bringe. Auch vor diesem Hintergrund sei zu überlegen, ob der Landkreis nun vorpresche.

Die Sozialdemokraten sehen auch die Kritik an  der bisherigen Sammlung mit den leichten Säcken, die leicht zerreißen oder an stürmischen Tagen „vom Winde verweht werden können“.  Doch stehe dagegen, dass nach bisherigen Erfahrungen mit  Wertstofftonnen die Fehlwürfe sich verdoppeln können. Unter Fehlwürfen verstehen die Müll-Fachleute Restmüll, der einfach in der Wertstofftonne mit entsorgt wird.

Der Vorschlag, die Bürger zwischen Gelbem Sack und Gelber Tonne wählen zu lassen, ist nach Darstellung der Kreisverwaltung nicht möglich, weil die Anbieter der Wertstoffsammlung auf dieser Basis nicht kalkulieren könnten.

Angesichts dieser vielen Unwägbarkeiten plädiert die SPD-Fraktion dafür, das bisherige System beizubehalten. Die Kreisverwaltung soll aber die Entwicklung in der Abfallwirtschaft und der Gesetzgebung auf Bundesebene beobachten und berichten.

Da eine Änderung der Wertstoffsammlung  erst ab 2018 möglich sei, sei dieses Thema sicherlich eins, mit dem sich der neue Kreistag beschäftigen solle, der 2016 gewählt wird, meinte Detlef Sonnenberg.

 


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