Höhere Belastung durch Mineralstoffdeponie

Die geplante Mineralstoffdeponie in Haschenbrok lässt befürchten, dass es zu höheren Belastunden durch den Verkehr in der Gemeinde Hatten kommt. Axel Brammer fordert im Namen der  SPD-Fraktion, dass das Thema in den Gremien des Rates besprochen wird. Es droht eine zusätzliche Belastung der Ortsdurchfahrt Kirchhatten durch Lkw-Verkehr. Von der Firma Bodenkontor Steinhöhe GmbH ist geplant, dass in der Deponie etwa 150 000 Tonnen Abfall jährlich bis 2030 eingelagert werden. Sicher ist, circa 40 Prozent aller Abfälle kommen von der Firma Umweltschutz Nord GmbH aus Ganderkesee. Es gibt verschiedene Routen nach Haschenbrok, aber das Abfahren der Varianten über die A1, A28/29 hat gezeigt, dass der Weg über Dingstede, Kirchhatten und Sandhatten mit 26 Kilometern der kürzeste ist. Das bedeutet, die Genehmigung der Deponie bringt der Ortsdurchfahrt Kirchhatten bis 2030 eine zusätzliche Belastung von etwa 25 Lkw pro Tag.

Des Weiteren ist die Deponie eine ehemalige Sandabbaustelle. Der Sand wird 2,50 Meter über dem Grundwasserspiegel abgebaut. Um einer Verunreinigung vorzubeugen, ist eine Abdichtung nach unten vorgesehen. Etwa 220 000 Tonnen Ton müssten dafür eingebaut werden. Sollte der Ton aus Neerstedt kommen, wird er nur durch Kirchhatten und Sandhatten transportiert werden können. Andere Transportstrecken scheiden erfahrungsgemäß aus.

Außerdem müssen das Sickerwasser in einem Klärwerk nachbehandelt werden, da die Kläranlage in der Gemeinde Großenkneten keine Kapazitäten habe. Sofern sich im Nordwesten keine Kläranlage fände, würden auch diese Verkehre möglicherweise durch die Ortschaft laufen. Die Gemeinde ist in den vergangenen Jahren überaus aktiv gewesen, die Belastungen der Ortschaft durch Lkw-Verkehre zu senken. Es ist auch künftig nicht zu erwarten, dass die Betreiber Rücksicht auf die Betroffenen vor Ort nehmen. Ursprünglich war zwischen dem Betreiber der Sandabbaustelle in Haschenbrok und dem Landkreis Oldenburg die Renaturierung der abgebauten Fläche vorgesehen. An der Stelle sollte nach Beendigung der Sandentnahme Wald aufgeforstet werden. Jetzt soll dort ein Müllhügel zwölf Meter über Gelände entstehen.